Der Wandel der Energieversorgung von den fossilen zu den erneuerbaren Energieträgern zählt zu den wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit. Angesichts des steigenden Weltenergiebedarfs, des Klimawandels und der stetig wachsenden Energiepreise können wir uns der Verantwortung nicht mehr entziehen: Auch die Wirtschaft hat längst erkannt, dass sie zunehmend nachhaltig agieren muss, um fortzubestehen (sog. „green economy", d.h. eine Wirtschaft, die auf ökologische, wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit ausgelegt ist).

Südtirol war und ist seit jeher von Gedanken der Nachhaltigkeit, des Bewahrens von natürlichen Ressourcen, und der Selbstständigkeit geprägt. Auch energetisch wird Wert auf Autarkie und die Nutzung erneuerbarer Energien gelegt – wie die Vielzahl der öffentlich und privat betriebenen Wasserkraftwerke belegen.

Erneuerbare Energien konnten bislang nicht gespeichert werden, und auch im Mobilitätsbereich konnten sie nicht eingesetzt werden um die fossilen Treibstoff zu ersetzen und unsere Abhängigkeit davon zu reduzieren.

Für diese und andere offenen Fragestellungen gibt es eine technische Lösung, die nicht nur in Europa, sondern weltweit zunehmend Fuß fasst: die Wasserstoff-Technologie. Jetzt ist die Zeit gekommen, dass diese innovative Technologie Schritt für Schritt auch in Südtirol Einzug hält. Die Errichtung des Wasserstoffzentrums in Bozen Süd ist der Vorbote eines neuen Zeitalters, das uns in einem der bedeutendsten technischen Paradigmenwechsel sehen wird: weg von Verbrennungsmotoren und hin zur Elektromobilität, zum Ausbau der erneuerbaren Energien und zum Erblühen neuer Wirtschaftszweige im Dienste der Nachhaltigkeit und Lebensqualität.